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08.03.2018
Fachforum „Politik und Bürger im Dialog“ bei der CDU Waldbronn

Kinderbetreuung und Grundschulen standen bei der CDU Waldbronn im Focus. Referent zu diesem Thema war der Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, MdL Manuel Hagel. Ihn begleitete die Abgeordnete des Wahlkreises Ettlingen Christine Neumann-Martin. Vertreter der Bereiche Kinderbetreuung, Kirchen, Jugendamt, Gemeindeverwaltung und Leitbildgruppe Soziales ergänzten mit ihren Beiträgen das Veranstaltungsthema. CDU-Vorsitzender Roland Bächlein begrüßte die politischen Vertreter, das Fachpodium und die Gäste. Er freute sich, dass in dem Forum die politische Situation und die Angebote für die Kinderbetreuung von Null bis zehn Jahre beleuchtet und diskutiert werden können. Die Erkenntnisse daraus seien sowohl für die Eltern und Erzieher als auch die Kommunalpolitik wichtige Handlungsempfehlungen. 

MdL Hagel gab in seinem Referat einen Überblick, was das Land Baden-Württemberg tut, um für die Kinderbetreuung und die Schulen eine gute Grundlage zu schaffen. Er bewunderte die Einrichtungen in Waldbronn, die er zuvor in der Kita Waldschatz besichtigt hatte und dankte für das, was für die Gesellschaft vor Ort getan werde. MdL Hagel betonte seine Grundüberzeugung für die Familie als Keimzelle der Gesellschaft, wo Kinder die grundlegenden Tugenden und individuellen Begabungen erfahren. Für die Landespolitik und die kommunale Politik gelte es, für die Kindererziehung und –betreuung die Einrichtungen zu schaffen, damit Familien für ihre eigene Lebenswirklichkeit die Wahlfreiheit haben und die Betreuung der Kinder selbst entscheiden können. Dabei sei die gesellschaftliche Entwicklung zu beachten, in der immer mehr Eltern parallel zueinander berufstätig sind. MdL Hagel führte den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind an, der mit der Schulpflicht erlischt. Er zeigte den enormen Handlungsbedarf von politischer Seite auf, der mit 39 fehlenden Kita-Plätzen auch in Waldbronn bestehe. Für die schulische Bildung komme es ebenfalls darauf an, flexible und passgenaue Angebote zu schaffen und auch die Ganztagsangebote weiter voranzubringen. 

Im weiteren Verlauf der von Dr. Jürgen Kußmann moderierten Veranstaltung stellten die übrigen Referenten den Tätigkeitsbereich der jeweiligen Einrichtungen vor. 

Bettina Langemann und Angelina Dux berichteten für den Tageselternverein Ettlingen, der in Waldbronn Kinder im TigeR-Haus Waldring oder durch Tagesmütter oder Tagesväter betreut. 

Sie biete Familiennähe, Feinfühligkeit, nahe Bindung für Kleinen und vor allem Verlässlichkeit, um Ausfallzeiten, z. B. durch Krankheit, abfangen zu können. Hohe Anforderungen werden an die Ausbildung der Tagesmütter und –väter gestellt. Sie absolvieren 160 Unterrichtsstunden, um eine Pflegeerlaubnis zu erhalten. Dagegen sei die Vergütung eine Schwachstelle, die verbessert werden sollte. Im TigeR-Haus bestehe das Betreuungsangebot von 07:00 bis 18:00 Uhr. Das Essen werde frisch gekocht. 

Mit dieser flexiblen, individuellen und vertrauensvollen Betreuung für Kinder unter drei Jahre ermögliche man Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 

Jennifer Leukam vom der Kita Waldschatz erläuterte, mit welcher Qualifikation man als pädagogische Fachkraft arbeiten kann, und nannte eine Vielzahl von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die den Beruf interessant und zu etwas Besonderem machen. Ein multiprofessionelles Team kümmere sich in altersgemischten Gruppen von 2 bis 6 Jahren zu verlängerten Öffnungszeiten um die Zukunft der Kinder. Ein guter Personalschlüssel sorge für die intensive Betreuung. 

„Die Anforderungen an Kindergartenträger sind gewachsen“, verglich Alexandra Kunz die Kinderbetreuung einst und heute. Während früher Ordensschwestern die Aufgaben übernommen haben, sei derzeit die Geschäftsführung für die vier Katholischen Kindergärten in Waldbronn in professionellen Händen. Die Vorgaben von „Quintessenz“, einem eigenen System der Erzdiözese Freiburg, regle die Qualität für die katholischen Kindertageseinrichtungen. In der täglichen Arbeit komme es darauf an, dass die Rahmenbedingungen vorhanden sind. Bei allen Regeln sei wichtig, dass das Kind im Mittelpunkt stehe. Abgeleitet von dem afrikanischen Sprichwort: „Um Kinder zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“, wünschte Alexandra Kunz, dass die Kindereinrichtungen und die örtliche Gemeinschaft die Erziehung der Kinder zum Guten prägt. 

„Ein gutes Raumkonzept bestimmt die Qualität der Arbeit“, ergänzte Sebastian Kurz, der Geschäftsführer der Verrechnungsstelle Durmersheim für die katholischen Kitas. Die Anforderungen richten sich nach den Gruppenformen und der Gruppengröße und beziehen auch Schlaf- und Speiseraum, Küche, Garderobe und Abstellräume ein. Die Erfüllung der Vorgaben sei Voraussetzung für eine Betriebserlaubnis für den Kindergarten. 

Ingo Eble und Ulrike Tiedke stellten für die Leitbildgruppe Soziales den im Leitbild fixierten Anspruch heraus, dass es für Kinder ganzjährig eine hochqualifizierte Betreuung gibt, und zwar in allen Ortsteilen. Bezogen auf die Grundschule sollen alle drei Schulstandorte erhalten werden. Für eine Ganztagsschule sprach sich Eble nur aus, wenn die Hortangebote weiter bestehen bleiben können. Er sieht in Waldbronn gute Ausgangsbedingungen für die Ganztagsschule, weil in Busenbach und Reichenbach bisher von der Werkrealschule genutzte Räume vorhanden sind. In Etzenrot würde sich das Ganztagsangebot an das pädagogische Konzept der Waldschule anschließen. Der Sprecher der Leitbildgruppe bezog sich auf eine Aussage von Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, und hofft, dass Ganz- und Halbtagszüge parallel möglich sind. Das gute Betreuungsangebot an den Waldbronner Grundschulen könne durch die Nutzung des landesweiten Jugendbegleiterprogramms noch weiter ausgebaut werden. Es bietet Nachmittagsbetreuung mit kulturellen, sportlichen oder musischen Aktivitäten an. 

Auch der Schulsozialarbeit misst die Leitbildgruppe Bedeutung bei, denn die Schule benötige in zunehmendem Maße Sonderpädagogen, um einerseits Verlagerung von Erziehungsverantwortung, Gewaltprävention und Inklusion zu bewältigen und andererseits die Kinder bei der individuellen und sozialen Entwicklung zu unterstützen. Zusätzlich sei die Medienbildung eine wichtige Aufgabe der Schulen. Die Ausstattung dafür mit Computern und Notebooks habe der Schulträger zu leisten. Um für die künftigen Herausforderungen gerüstet zu sein, regte die Leitbildgruppe Soziales an, dass Gemeindeverwaltung und Schulleitungen einen Schulentwicklungsplan skizzieren und erörtern. 

Michael Gleitz sprach für das Jugendamt des Landratsamts Karlsruhe. „Wir sorgen für Strukturen“, stellte er seine Zuständigkeit und seine gute Zusammenarbeit mit der Kommune dar. Er bekannte sich zur Ganztagsbetreuung und versicherte, sein Anliegen sei es, die Qualität in der Kindertagesbetreuung zu sichern. Dabei gelte es, das Geld an der richtigen Stelle einzusetzen.

Tobias Kull von der Gemeinde Waldbronn ging auf die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen in Waldbronn ein. Für die Kleinkindbetreuung gebe Waldbronn 4,5 Millionen und für die Schulen 2,5 Millionen Euro aus. Die Kindertagesstätten seien in Waldbronn ausgelastet, große Nachfrage bestehe bei der Kleinkindbetreuung, für die 30 neue Betreuungsplätze geschaffen werden sollen. Derzeit liege die Versorgungsquote bei 37 Prozent, angestrebt werde in den nächsten Jahren eine Quote von 40 % bis 50 %. Um den Bedarf zu kompensieren, sollen die Container bei St. Josef nach Bezug des sanierten Kindergartens stehen bleiben. Für den Kindergarten Don Bosco sei eine Erweiterung vorgesehen. In Reichenbach denke man über den Bau einer eingruppigen Waldkita nach. Aufgrund der Auslastung der Schule in Etzenrot sei eine Vergrößerung für die Nachmittags- und Kernzeitbetreuung vorgesehen. Dafür seien Mittel von 1,1 Mio. € in den Haushaltsplan eingestellt. In den Ferien werde durch die Gemeinde eine Ferienbetreuung angeboten. Der Zuschussbedarf hierfür von 262 T€ werde vom Land Baden-Württemberg mit 114 T€ bezuschusst. Mit den umfangreich eingesetzten Mitteln im Sozialbereich hoffte Kull, in eine gute Zukunft der Kinder zu investieren. 

In der anschließenden Diskussion wurde rege davon Gebrauch gemacht, die Fakten und die Brisanz des Themas ausführlich zu diskutieren.

Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin fasste in einem Schlusswort zusammen, dass die Ganztagesbetreuung starken Zuspruch erhielt und es darum gehe, Fördermittel der Landesregierung zu nutzen. Mit Blick auf die Veränderungen in der Gesellschaft hoffte sie, dass mit viel Engagement von allen Seiten die vielfältigen Themenfelder zur Kinderbetreuung und zur Grundschule zu guten Ergebnissen geführt werden können.

CDU Gemeindeverband Waldbronn

Text: Hildegard Schottmüller

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