07.10.2017
Wo bleibt das längerfristige Gebäudekonzept für die KIGAs?

Wieder einmal stand die Bewilligung außerplanmäßiger Mittel für die Kinderbetreuung auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Diese Mal war es eine kurzfristige Entscheidung über 50 T€ für 9 Monate, um das Provisorium der Containeranlage beim Kiga St. Josef in Busenbach um einen Betreuungsgruppe zu erweitern. Damit soll der ab Januar 2018 sich abzeichnende dringende Fehlbedarf an Betreuungsplätzen abgedeckt werden. Allerdings, so wurde von uns bemängelt, wird sich der Bedarf für ein Provisorium wohl länger hinziehen, als dies für die bisherige Containerlösung für den Kiga St. Josef (Herbst 2018) geplant ist. Die fehlenden Plätze stehen nämlich erst dann zur Verfügung, wenn der geplanten Anbau am Kiga Don Bosco bezugsfertig ist. Die Container, so der Bürgermeister, könnten bei Bedarf auch länger in Betrieb bleiben, nur zu welchem Preis, da konnte uns niemand sagen. Unser Vorschlag, das alte Schulhaus in Busenbach mit 2 zusätzlichen Ü3-Gruppen zu belegen, wie dies 2016 vom Gemeinderat nach einer Besichtigung entschieden wurde, stellte die Bauverwaltung zu unserer Überraschung jetzt als nicht machbar dar! Brandschutztechnische Gründe, die uns bis heute nicht bekannt waren und zusätzliche Ausgaben verursachen, würden diese Lösung unwirtschaftlich machen. Außerdem sei das Gebäude für die Nutzung zur Kinderbetreuung nicht geeignet. Diese Aussage hat uns nun doch verwundert. Seit mehreren Jahre betreiben wird dort einen Kindergarten und zwischenzeitlich war auch die Tagespflege im alten Schulhaus untergebracht. Die Verlagerung der Tagespflege in den Waldring wurde in 2016 auch vorwiegend deshalb vorgenommen, weil dadurch zusätzliche Räume für die Ü3-Betreuung im alten Schulhaus geschaffen werden könnten. Unsere Frage ist nun: Was passiert mit den freistehenden Räumen? Eine Antwort haben wir in der Sitzung dafür nicht bekommen. Wie überhaupt die Form der Diskussion zur Schaffung von Betreuungsplätzen wie ein „Flickenteppich“ erscheint. Immer wieder kommen neuen Erkenntnisse mit räumlichen Insellösungen auf den Beratungstisch. Ein ganzheitliches und längerfristiges Konzept wurde uns bis heute nicht vorgestellt. Die dafür wiederholt vorgebrachte Entschuldigung des Bürgermeisters, wir haben ein „Komfort-Problem“ und erfreulicherweise mehr Kinder als geplant, löst unser Problem nicht und gibt vor allem keine Antwort auf die immer wieder vorgebrachten gleichen Fragen bei den Investitionsentscheidungen im Gemeinderat. Die Nachfrage nach den aktuellen Auslastungszahlen der Waldbronner Kindergärten konnte vom Bürgermeister leider nicht beantwortet werden, da die zuständigen Fachleute in der Gemeindeverwaltung in der Sitzung nicht anwesend sein konnten.

 

Ebenfalls in diser Sitzung haben wir dann auch außerplanmäßige Mittel in Höhe von 50 T€ als ersten Planungsansatz für die Erweiterung des Kiga Don Bosco freigegeben. Dieser soll um 2 oder 3 Betreuungsgruppen erweitert werden. Bereits vor einem Jahr hat dazu das Planungsbüro PIA dem AUT eine entsprechende Voruntersuchung vorgestellt. Demnach gehen wir von notwendigen Bauinvestitionen zwischen 1,2 Mio€ und 1,5 Mio€ aus.

CDU-Gemeinderatsfraktion Waldbronn
Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender

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