Auf gutem Weg in die Bildungsrepublik

"Bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" sind die Akzente der Bildungspolitik in den kommenden Jahren. Das betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Bildungsgipfel mit den Ministerpräsidenten der Länder am 10. Juni.
"Bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre"
Bund und Länder hätten sich auf gemeinsame Schwerpunktsetzungen für die kommenden Jahre geeinigt, teilte die Bundeskanzlerin am Donnerstag nach dem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. "Mit dem Qualitätspakt für gute Lehre gilt es, die Betreuung der Studierenden zu optimieren und die Lehrenden zielgenauer auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Der Bund stellt dafür bis 2020 insgesamt zwei Milliarden Euro bereit", so Angela Merkel. Die Länder sollen mindestens zehn Prozent zu den Projekten dazu geben.
Ziel sei unter anderem eine gezielte Förderung von Mentoren- und Tutorenprogramme in den neuen Bachelor-Studiengängen. Merkel betonte: "Der Qualitätspakt Lehre wird zu besseren Studienbedingungen und zu mehr Exzellenz in der Lehre führen." Eine besondere Aufgabe bestehe zudem darin, die Studienbedingungen für die in einigen Ländern anstehenden doppelten Abiturientenjahrgänge optimal zu gestalten. Diese stehen an, da einige Länder vor einigen Jahren die Schulzeit bis zum Abitur von 13 auf 12 Schuljahren verkürzt hatten.
Festhalten wolle der Bund am Ziel bis 2015 insgesamt 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung zu investieren. Dazu wird der Bund für die Jahre 2010 bis 2013 insgesamt 12 Milliarden Euro zusätzlich im Bildungsbereich ausgeben. Dabei entfallen anteilig jeweils 6 Milliarden auf den Bereich Bildung und auf den Bereich Forschung. Die Mehrausgaben sind zunächst bis 2013 fixiert; "2013 oder 2014 werden wir prüfen: Wo stehen wir?"
Um den Ländern bei der Erfüllung des Zehn-Prozent-Ziels zu helfen übernimmt der Bund 40 Prozent der Finanzierungslücke - in der Endphase 13 Milliarden Euro jährlich. Dennoch besteht Klärungsbedarf zwischen Bund und Ländern über die künftige Bildungsfinanzierung. Der von den Ländern geforderte höhere Anteil an der Mehrwertsteuer wird seitens des Bundes bis 2013 nicht bewilligt.
Mit Hochschulpakt, Exzellenzinitiative und dem Pakt für Forschung und Innovation werden Bildung, Wissenschaft und Forschung bis 2019 mit 18 Milliarden Euro gefördert Angela Merkel betonte, dass Bildung sowohl im Bund als auch in den Ländern Priorität habe: "Wir haben im Bund noch nie so viel Dynamik in der Bildungspolitik gehabt.  Wir sind auf einem guten Weg in die Bildungsrepublik."

Zur Seite von Axel E. Fischer

Zurück zur Übersicht