Hervorragende Versorgungsstruktur wird komplettiert

Waldbronn als Vorzeigegemeinde im Landkreis

Das Expertenteam mit (v.li.) Traudel Anderer, Peter Kappes, Peter Einzmann, Gudrun Mund und Dr. Karlheinz Henge. 

Unter dem Motto „Pflege in Waldbronn“ hat der CDU-Gemeindeverband gemeinsam mit der CDU-Gemeinderatsfraktion zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Das Spezialistenforum war mit Peter Kappes (Landratsamt), Gudrun Mund (Diakonie-Pflegeheim), Traudel Anderer (Caritas-Sozialstation), Agnes Köves (Caritas-Tagespflege) und Dr. Karlheinz Henge (Servicenetzwerk Waldbronn-SNM) besetzt. Die Moderation lag bei Peter Einzmann. 

Der CDU Vorsitzende Roland Bächlein ließ eingangs nochmals kurz die Entsehungsgeschichte des Seniorenzentrums „Im Rück“ Revue passieren, das seinen Ursprung in einem Antrag der CDU-Gemeinderatsfraktion im Jahre 2005 hat. Die Baugenehmigung für das Pflegeheims sei inzwischen eingereicht. Der Spatenstich soll im Januar erfolgen, wie Gudrun Mund ergänzte. Auch in das Projekt „Betreutes Wohnen“ kommt Bewegung, so Bächlein. Dies sei auch der Grund gewesen, weshalb die CDU die Fachleute sowie die Bevölkerung zu dieser Veranstaltung eingeladen habe. Der gute Besuch ließe auf das große Interesse an dem Thema schließen.

Peter Kappes, Leiter des Dezernates III beim Landratsamt, stellte an den Anfang seiner Ausführung die demografische Entwicklung und hier insbesondere den Anstieg der Anzahl älterer Menschen. Bei den über 80jährigen erhöhe sich das Pflegerisiko auf ca. 30%, so Kappes. Dieser Anstieg sei auch im fortgeschriebenen Kreispflegeplan berücksichtig. Waldbronn habe mit der hervorragenden Tagespflege mit 25 Plätze und den geplanten 48 Plätzen im neuen Pflegeheim dieser Entwicklung Rechnung getragen. Die Ergänzung durch das Betreute Wohnen sei sinnvoll, um den Übergang in die Pflegeeinrichtung für alte Menschen zu erleichtern. Neben diesen Angeboten habe Waldbronn mit den ambulanten und ehrenamtlichen Dienste eine hervorragende Struktur, die ihresgleichen im Landkreis sucht.

Die im Landkreis von der Diakonie betrieben Einrichtungen wurden von Gudrun Mund, Geschäftsführerin der Diakonie, vorgestellt. Im Anschluss ging Mund auf das Konzept des geplanten Pflegeheimes in Waldbronn ein. Es werden mehreren Kleingruppen eingerichtet, in denen räumlich sowohl für die Privatsphäre in Einzelzimmer  Rechnung getragen wird, wie auch den gemeinschaftlichen Aktivitäten in Aufenthalts- und Küchenbereichen. Das integrative Pflegekonzept sehe keine getrennte Demenzstation vor, sondern die Unterbringung in den Gruppen. Die Diakonie setze auf die Kooperation mit dem Betreuten Wohnen und der Tagespflege, so Mund. Auch von ihr wurde die besondere zukünftige Waldbronner Struktur im Pflegebereich gelobt.

Einen völlig anderen Ansatz verfolge das Service Netzwerk Waldbronn, so Dr. Karlheinz Henge, der das Konzept von SNW und dessen Leistungsspektrum darstellte. Alte Menschen, so Dr. Henge, wollen ihren Lebensabend in der vertrauten Umgebung, also zu Hause, verbringen. Dazu kann das SNW einen Beitrag leisten. Die Mitglieder können über die Leitstelle Leistungen erfragen oder anfordern. Vom SNW werden dann Handwerks- oder Dienstleistungen vermittelt. Die ausführenden Unternehmen haben sich in besonderer Weise für die Aufnahme einer altersgerechten Kontaktaufnahme verpflichtet. Zusätzlich könne seit einiger Zeit Kontaktpersonen angefordert werden, die dann zu Hause bei den Senioren für die anstehenden Fragen zur Verfügung stehen und die entsprechenden Maßnahmen oder Hilfen persönlich besprechen. Diese Dienstleistung, die von der Gemeinde gefördert wird, runden, so Dr. Henge, das aktuelle Angebot des SNW ab.

Das Leistungsspektrum der Sozialstation wurde im Anschluss von deren Leiterin Traudel Anderer vorgestellt. Der Bereich der Versorgung pflegebedürftiger Personen stelle dabei nur einen Teil dar. Anderer plädierte für die Versorgung zu Hause, so lange es mit der Inanspruchnahme mobiler Dienste denn möglich sei. Ältere Menschen wollen ihr gewohntes Umfeld nicht mehr verlassen.

Eine Ergänzung hierzu sah Agnes Köves, die Leiterin der Tagespflege, in ihrer Einrichtung gegeben. Die Tagespflege arbeite inzwischen seit 17 Jahren sehr erfolgreich. Die Besucher werden, auch für einzelne Tage in der Woche, zu Hause abgeholt und wieder dahin zurück gebracht. Das Tagesprogramm ist gefüllt mit vielen gemeinsamen Aktivitäten der Besucher. Kreative Beschäftigungstherapie gehört ebenso dazu wie Ausflüge in die Umgebung. Bei vorliegender Pflegestufe wird das Pflegegeld bei Inanspruchnahme aufgestockt. Dies sei, so Köves, leider bei den Betroffenen und deren Familien nicht ausreichend bekannt.

Die anschließende Frage- und Diskussionsrunde drehten sich um den vom Landkreis geplanten Pflegestützpunkt in Ettlingen und die Kosten bei der Inanspruchnahme der verschiedenen Hilfsangebote. Vorsitzender Bächlein bedankte sich abschließend bei den Referenten und Diskutanten, die an diesem Abend einen umfassenden Einblick in ihre Leistungsfähigkeit gegeben haben. Waldbronn sei, so Bächlein, für die aktuelle und zukünftige Versorgung und Pflege unserer älteren Menschen vorbildlich aufgestellt.

Nach den Ausführungen von Peter Kappes vom Landratsamt und Gudrun Mund von der Diakonie im letzten Amtsblatt folgen die weiteren Beiträge der restlichen Fachleute:

Einen völlig anderen Ansatz verfolge das Service Netzwerk Waldbronn, so Dr. Karlheinz Henge, der das Konzept von SNW und dessen Leistungsspektrum darstellte. Alte Menschen, so Dr. Henge, wollen ihren Lebensabend in der vertrauten Umgebung, also zu Hause, verbringen. Dazu kann das SNW einen Beitrag leisten. Die Mitglieder können über die Leitstelle Leistungen erfragen oder anfordern. Vom SNW werden dann Handwerks- oder Dienstleistungen vermittelt. Die ausführenden Unternehmen haben sich in besonderer Weise für die Aufnahme einer altersgerechten Kontaktaufnahme verpflichtet. Zusätzlich könne seit einiger Zeit Kontaktpersonen angefordert werden, die dann zu Hause bei den Senioren für die anstehenden Fragen zur Verfügung stehen und die entsprechenden Maßnahmen oder Hilfen persönlich besprechen. Diese Dienstleistung, die von der Gemeinde gefördert wird, runden, so Dr. Henge, das aktuelle Angebot des SNW ab.

Das Leistungsspektrum der Sozialstation wurde im Anschluss von deren Leiterin Traudel Anderer vorgestellt. Der Bereich der Versorgung pflegebedürftiger Personen stelle dabei nur einen Teil dar. Anderer plädierte für die Versorgung zu Hause, so lange es mit der Inanspruchnahme mobiler Dienste denn möglich sei. Ältere Menschen wollen ihr gewohntes Umfeld nicht mehr verlassen.

Eine Ergänzung hierzu sah Agnes Köves, die Leiterin der Tagespflege, in ihrer Einrichtung gegeben. Die Tagespflege arbeite inzwischen seit 17 Jahren sehr erfolgreich. Die Besucher werden, auch für einzelne Tage in der Woche, zu Hause abgeholt und wieder dahin zurück gebracht. Das Tagesprogramm ist gefüllt mit vielen gemeinsamen Aktivitäten der Besucher. Kreative Beschäftigungstherapie gehört ebenso dazu wie Ausflüge in die Umgebung. Bei vorliegender Pflegestufe wird das Pflegegeld bei Inanspruchnahme aufgestockt. Dies sei, so Köves, leider bei den Betroffenen und deren Familien nicht ausreichend bekannt.

Die anschließende Frage- und Diskussionsrunde drehten sich um den vom Landkreis geplanten Pflegestützpunkt in Ettlingen und die Kosten bei der Inanspruchnahme der verschiedenen Hilfsangebote. Vorsitzender Bächlein bedankte sich abschließend bei den Referenten und Diskutanten, die an diesem Abend einen umfassenden Einblick in ihre Leistungsfähigkeit gegeben haben. Waldbronn sei, so Bächlein, für die aktuelle und zukünftige Versorgung und Pflege unserer älteren Menschen vorbildlich aufgestellt.

Text: Roland Bächlein

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