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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2004 war für uns ein sehr bewegtes Jahr, in dem wir wichtige Weichen gestellt haben, um die Voraussetzungen zu schaffen, auch zukünftig unseren Wohlstand in einer pluralen Welt erhalten zu können, in einer Welt, in der sich andere Völker mehr als bisher daran machen, ihre Lebenschancen konsequent zu nutzen. Nach heftigen Debatten ist uns in der Union mit der Gesundheitsprämie unter großen Schwierigkeiten ein erster großer Schritt in Richtung eines tragfähigen Konzeptes zur notwendigen Erneuerung unserer Sozialen Sicherungssysteme gelungen. Mit den Fortschritten im Bereich der Arbeitsmarktreformen wurden erste notwendige Erneuerungen der Rahmenbedingungen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens vorgenommen. Hieran werden wir anknüpfen, denn mehr Wohlstand ist nicht bei kürzeren Arbeitszeiten, weniger Arbeitenden aber mehr Beziehern von Sozialleistungen zu erreichen, sondern nur dann, wenn wieder mehr Menschen die Ärmel hochkrempeln. Wir müssen dem ideologischen Trommelfeuer sozialistischer Alt-68er, ihrer Mitläufer und interessierter Anspruchsgruppen in der Familienpolitik, in der Erziehungs- und Bildungsdiskussion, in der Wirtschaftspolitik, bei der Landesverteidigung oder beim Bekenntnis zu unserem Volk, unserer Heimat und unserem Vaterland etwas entgegensetzen. Wir müssen unsere Werte und Tugenden - auch unsere christliche Orientierung - offensiv vertreten und bei politischen Entscheidungen berücksichtigen. Nur mit einer berechenbaren, nachvollziehbaren und erkennbar am Gemeinwohl ausgerichteten Politik werden wir das Vertrauen der Menschen in unsere Politik erhalten bzw. wiedergewinnen. Denn bei allem profanen kurzsichtigen gegenseitigen Aufrechnen individueller materieller Benachteiligungen und Vorteile, bei aller Zukunfts- und Existenzangst werden wir die Zukunft nur gewinnen, wenn wir unserer Alltagswelt Sinn und Richtung geben. Weihnachtliche Rituale verhelfen uns zu der Wahrnehmung, dass es eine heilige Welt hinter der sichtbaren gibt. In dieser Welt existieren Liebe, Großherzigkeit, Hoffnung und Güte. Die Geburt Jesu Christi ist ein Symbol dafür. Sie erinnert uns daran, dass wir es sind, die die angesprochenen Werte in die Tat umsetzen müssen. Der Glauben an etwas, was größer ist als wir selbst, gibt uns die Kraft dazu - wollen müssen wir es selbst. Nutzen Sie Weihnachten als eine Zeit der Stille, der Einkehr und der Andacht, aber auch der Fröhlichkeit. Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich gesegnete und besinnliche Weihnachten und persönliches Wohlergehen im kommenden Jahr 2005.
Ihr
Axel E. Fischer
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