Hochwasserschutz im Albtal

Hochwasserschutz im Albtal

Nach einer bereits von den CDU-Gemeindeverbänden Ettlingen und Waldbronn durchgeführten Begehung des Albtals im Bereich Spinnerei bis nach Neurod, und einer sich daran anschließenden Bürgerinformation in Ettlingen, fand nun auch die offizielle Information über die geplante Hochwasserschutzmaßnahme im Gemeinderat Waldbronn statt. Da die Maßnahme maßgeblich zum Hochwasserschutz der Städte Karlsruhe und Ettlingen beitragen sollen, sind diese beiden Kommunen auch die Kostenträger und somit federführend bei den Planungen. Die Maßnahme wird mit 70% vom Land Baden-Württemberg bezuschusst, wie zu erfahren war. Da sich das gesamte betroffene Gelände für den Rückstauraum auf Waldbronner Gemarkung befindet, haben wir Waldbronner nun, wenn auch sehr spät, offiziellen Einblick in die Planunterlagen erhalten. Dass die Gemeinde Waldbronn beim kürzlich durchgeführten Anhörungstermin des Regierungspräsidiums im Rahmen des Scoping-Verfahrens nicht beteiligt war, hat nicht nur uns Gemeinderäte, sondern auch unseren Bürgermeister verwundert, wie er sich höflich ausrückte.
Ein erneuter Informationstermin vor Ort im Albtal wurde nun von der Ettlinger Stadtverwaltung durchgeführt, zu dem auch die Waldbronner Öffentlichkeit, der Umweltbeirat und auch der Gemeinderat eingeladen waren. In Anwesenheit von Waldbronner Gemeinderäten und auch unseres Bürgermeisters Masino konnten sich die Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein einen Eindruck verschaffen, mit welch gravierenden Veränderungen durch den Bau des Hochwasserschutzdamms in diesem Abschnitt des Albtals zu rechnen ist. Bürgermeister Fedrow, sowie Herr Metzen und Frau Sommer von der Stadtverwaltung Ettlingen erläuterten den Zuhörern die geplante Maßnahme und auch den Stand des Verfahrens. Die Pläne dafür waren zwar bereits im Vorfeld den Gemeinderäten zur Verfügung gestellt worden. Der persönliche Eindruck vor Ort hat sicherlich bei allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dass die Maßnahme zum Hochwasserschutz für Ettlingen und Karlsruhe als dringlich eingestuft wird, ist verständlich. Der massive Eingriff, im Besonderen die damit einher gehende optische Veränderung des Albtals in diesem Bereich, wurde von einigen Teilnehmern sehr kritisch gesehen. Dass auch die immer wieder ins Spiel gebrachten „Ausgleichsmaßnahmen“ an anderer Stelle keinen echten Ausgleich für den Verlust des Charakters des Albtals darstellen könne, war wohl allen klar. Die vielfältigen Fragen zur Höhe und Lage des Hochwasserschutzdamms, zum Verlauf der späteren Fuß- und Wanderwege sowie die Auswirkungen auf die Kläranlage des Abwasserverbands bei Neurod im Falle einer Aufstauung des Regenwassers wurden von den Ettlinger Vertretern soweit als möglich beantwortet. Ob es denn andere realistische Planungsoptionen gibt und mit welchem zeitlichen Verlauf des Planfeststellungsverfahren zu rechnen ist waren weitere Fragen die von den Teilnehmern gestellt wurden. Die derzeit vorliegende Lösung (Lösungsvariante 4) mit einem großen Becken am Standort Spinnerei (S-V1) bekam aus Natur- und Artenschutzgründen den Vorzug vor den anderen Varianten, z.B. einem vergleichbaren Hochwasserschutzdamm zwischen Neurod und Fischweier, so die Aussage. Zum zeitlichen Ablauf konnten keine konkreten Angaben gemacht werden. Es wird aber von den Verantwortlichen mit einem Planungsvorlauf von „mehreren Jahren“ gerechnet.
 
CDU-Gemeinderatsfraktion Waldbronn
Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender 

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