Umweltbeirat vor Ort unterwegs

Umweltbeirat vor Ort unterwegs

Da sage einer, die Gemeindeverwaltung sei nicht lernbereit! Nachdem bei denr Baumfällaktionen zum Jahresbeginn die fehlende Vorberatung in den Gremien beanstandet wurde und auch erheblichen kommunalpolitischen Wirbel verursacht hat, ging der Bürgermeister mit dem neuen Gärtnermeister Schöpfle, bevor er zu neuen Taten schreitet, zur Vorberatung an die Orte des geplanten Geschehens.

Rosskastanien in der Hewlett-Packard-Straße
Die auf der östlichen Straßenseite befinden sich 9 Rosskastanien. Deren Kronen haben deutliche Einschränkungen im Wuchs, weil sie sich bereits gegenseitig einwachsen. Eine der Kastanien ist außerdem mit einem Pilz-/Bakterienbefall schon deutlich erkennbar geschädigt. Der Vorschlag ist nun, neben diesem kranken Baum noch weitere drei Kastanien zu entfernen, um den gewünschten Wuchs der verbleibenden Bäume mit einer angemessenen Kronenbildung zu ermöglichen. Da die Lebensdauer der Kastanien bei ca. 100 Jahren liegt, wie Gärtnermeister Schöpfle ausführte, scheint diese Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt noch vertretbar. Die kurzfristig entstehenden Lücken zwischen den Kronen werden in wenigen Jahren wieder geschlossen sein. Ein Vorschlag aus dem Umweltbeirat wurde aufgenommen, die Bepflanzung zwischen den Bäumen dann durch niedrig wachsende Sträucher zu ergänzen.
Nachpflanzung Ecke Talstraße-Kinderschulstraße
Durch die Fällung der Eichen an dieser Stelle ist eine sehr kahl wirkende Stelle an diesem markanten Kreuzungspunkt entstanden. Der Vorschlag aus dem Umwelt- und Gartenamt ist nun, das Angebot des Schwarzwaldvereins für diese Stelle aufzunehmen, im Rahmen seines Vereinsjubiläums in diesem Jahr an öffentlichen Plätzen in der Gemeinde Baumpflanzungen finanziell zu unterstützen. Mit in die Diskussion wurde eingebracht, dass die doch sehr starke Geländeausbuchtung und das Gefälle an dieser Stelle im Zusammenhang mit der Baumpflanzung auch einer zusätzlichen Geländemodellierung unterzogen werden sollte. Bei dieser Gelegenheit soll auch überprüft werden, ob eine zusätzliche Fußwegverbindung in der Tallage bis zum Spielplatz hin realisiert werden kann. Für Gehbehinderte und Familien mit Kinderwagen wären dann die starken Steigungen, die sie heute überwinden müssen, nicht mehr nötig. Die Diskussion über Anzahl der Bäume, die Baumart und auch die vorgeschlagenen Modellierungen wurden nicht nur vor Ort kontrovers geführt. Die Diskussion fand dann bei der anschließenden Sitzung im Bürgersaal ihre Fortsetzung.
Bepflanzung an der Pforzheimer Straße („Badweg“)
Auch dort sind die Abstände zwischen den Bäumen zu eng, und die Kronen sind inzwischen zusammen gewachsen. Man war sich aber dann einig, da keine Gefahr im Verzuge ist, die nächsten Jahre an der Stelle intensive Kronenpflege vorzunehmen und von der ursprünglich geplanten Fällung weiterer Bäume abzusehen.
Übrigens, nicht nur die Mitglieder des Umweltbeirats nutzen die Ausführungen unserer Fachleute zu intensiven Diskussionen. Es haben auch einige Gemeinderäte an der Begehung teilgenommen und sich aus erster Hand und mit eigenem Blick informiert. Das finden wir gut so!

CDU-Gemeinderatsfraktion Waldbronn
Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender

© CDU Waldbronn