Winterfeier der CDU Waldbronn

Gut besucht war die Winterfeier der CDU Waldbronn
Ehrungen für 40 und 50 Jahre Mit-gliedschaft bei der CDU Waldbronn: (v.li.) Dieter Maser, Helmut Völk-le, Berthold Dreher, MdL Werner Raab, Gustav Lauinger, Elfriede Ochs, MdB Axel Fischer, Bernhard Geisert, Hermann Bastian und OV-Vorsitzender Roland Bächlein.

Mit der Winterfeier eröffnete der CDU-Gemeindeverband Waldbronn das Jahr 2015. Zahlreiche Mitglieder, Angehörige, Freunde und Gäste hieß Vorsitzender Roland Bächlein im Wanderheim des Schwarzwaldvereins Waldbronn willkommen. Besonders begrüßte er den Bundestagsabgeordneten Axel E. Fischer, den Landtagsabgeordneten Werner Raab, den Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Karlsbad Dr. Martin Rupp, Bürgermeister-Stellvertreter Joachim Lauterbach, Bürgermeister a. D. Harald Ehrler, Helmut Zahnleiter als Vertreter der Presse sowie Hartmut Friedemann vom Vorstand der Waldbronner Selbständigen. Ein herzliches Willkommen richtete Bächlein auch an ehemalige und aktive Gemeinderäte sowie die Jubilare als langjährige Mitglieder, darunter Ehrenbürger Helmut Völkle. Entschuldigt hatte sich Europaabgeordneter und Kreisvorsitzender Daniel Caspary.
In seiner Begrüßung ging Bächlein kurz auf aktuelle Themen und Termine ein. Zur kommunalpolitischen Entwicklung ergriff Bürgermeister-Stellvertreter Joachim Lauterbach das Wort. Er zitierte ein Schreiben vom November 1974, in dem das Innenministerium Baden-Württemberg der Namensänderung des Gemeindezusammenschlusses in „Waldbronn“ zugestimmt hat. Seit dem 1. Januar 1975 bestehe Waldbronn nun 40 Jahre. Lauterbach stellte fest: „Es war eine absolut richtige Entscheidung, Waldbronn ins Leben zu rufen.“ Für die nicht einfache, aber richtungsweisende Entscheidung zur Bildung unserer Gemeinde dankte er den anwesenden Altgemeinderäten Gustav Lauinger und Konrad Ochs. Der Bürgermeister-Stellvertreter freute sich, dass aus der damaligen Pflanze Waldbronn heute eine stattliche Eiche geworden ist, die gut verwurzelt mit den Menschen ein Aushängeschild im Landkreis Karlsruhe sei. Das Gedeihen von Waldbronn trage die Handschrift der CDU, betonte Joachim Lauterbach, der über 20 Jahre lang die CDU-Fraktion geführt hat. Er ging auf Standortfaktoren ein und versicherte, die CDU als größte Fraktion im Gemeinderat werde sich auch künftig dafür einsetzen, dass die weitere Entwicklung unserer Gemeinde so gut wie in den letzten 40 Jahren verläuft. Waldbronn könne sich sehen lassen, sei ein Anziehungspunkt für Gäste und für Einwohner. Bei einem guten Image, einer reichen Infrastruktur, einem ausgeprägten Kultur- und Vereinsleben, einem gefragten Immobilienmarkt einerseits, begrenzten Flächen und engen Finanzen andererseits müsse der Wohnungsbau und der Bedarf von Unternehmen und Mittelstand sauber abgewogen werden. Bei allen Entscheidungen behalte die CDU das Ohr am Volk und beziehe die Ideen der Bürgerinnen und Bürger ein.
Nach dem Abendessen nahm Vorsitzender Roland Bächlein die Ehrungen der Mitglieder vor, die der CDU seit 10, 30, 40 und 50 Jahren angehören. Er sprach den Dank für die langjährige Treue an 17 Mitglieder aus. Seit 10 Jahren gehört Rüdiger Steppe dem Gemeindeverband an. 30 Jahre Mitglied in der CDU Waldbronn ist Carola Ziegler. Auf 40 Jahre Mitgliedschaft blicken Harald Bauer, Giovanni Carlon, Joachim Furmans, Alfred Lamm, Dieter Maser, Elfriede Ochs, Ingrid Schroff, Helmut Völkle und Hannelore Winter zurück. Die besondere Anerkennung für 50 Jahre Zugehörigkeit zur CDU Waldbronn sprach  Vorsitzender Bächlein an Lothar Anderer, Bastian Hermann, Berthold Dreher, Bernhard Geisert, Gustav Lauinger und Ernst Träger aus. Zusammen mit MdB Axel E. Fischer und MdL Raab überreichte Vorsitzender Bächlein die Urkunden und ein Präsent mit herzlichen Glückwünschen an die anwesenden Jubilare.
MdB Axel E. Fischer gratulierte den geehrten Mitgliedern und würdigte es, dass sie über so lange Jahre der CDU angehören und alle Höhen und Tiefen erlebt haben. Fischer ging in seinem Grußwort auf die Arbeit des Deutschen Bundestages ein. Die Große Koalition habe in einem Jahr Regierungszeit zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Großer Beliebtheit erfreue sich die Mütterrente und die Rente mit 63. Fischer kommentierte Themen, die 2014 im Focus standen auch 2015 die Politik in Deutschland und in der Welt weiterhin in Atem halten: Er ging auf die Einheit Europas, Russland und die Ukraine ein und nahm ausführlich zum internationalen Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ und der Verfolgung andersgläubiger Christen Stellung. Deshalb stelle sich die Welt dem Terror entgegen und Deutschland leiste seinen Beitrag. Fischer befasste sich auch mit dem Flüchtlingszustrom und der Asylfrage: „Wir sind bereit, Asyl zu gewähren für politisch Verfolgte, nicht aber für Wirtschaftsflüchtlinge.“, betonte der Abgeordnete. Er ging auch auf die Religionsfreiheit und den christlichen Glauben ein und hob die christlich-jüdisch-abendländische Kultur als Leitkultur in Deutschland hervor.
Breiten Raum nahm auch im Grußwort von MdL Werner Raab der Flüchtlingszustrom und die Problematik ein, wie die Situationen vor Ort bewältigt werden. „Landes- und Bundespolitik wird am Ende konkret in Waldbronn“, machte Raab deutlich. Die CDU stelle sich der Verantwortung und kümmere sich um die Menschen, „ob sie zu Recht oder zu Unrecht da sind“. Allerdings werde von kommunaler Seite erwartet, dass der Aufwand für die Flüchtlinge und Asylanten von Bund und Land finanziell stärker untermauert wird. Mit Sorge blickt MdL Raab auf die Pegida-Demonstrationen, denn darin zeigen sich zu viel Emotionen und Fremdenfeindlichkeit .
In seinem Bericht aus der Arbeit im Landtag Baden-Württemberg äußerte sich MdL Raab zum Verfassungsschutz, zur Polizeireform und zur Justizverwaltung, insbesondere mit Blick auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit. Auch mit der Verkehrspolitik der rot-grünen Landesregierung ging Raab kritisch ins Gericht, denn sie bringe nicht das, was eine moderne Infrastruktur erfordere.
Für die Landtagswahl 2016 sieht MdL Raab die CDU-Fraktion mit der Doppelspitze Guido Wolf und Thomas Strobl klug aufgestellt. Er hofft, dass ein überzeugender Wahlkampf dafür sorgt, dass in der nächsten Legislaturperiode eine CDU-geführte Landesregierung an den Start gehen kann.


Text: Hildegard Schottmüller

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