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30.09.2020
Hochwasserschutz im Albtal

Warum ein Albtaldamm – gibt es dazu keine Alternativen?
„Albtaldamm“, so war der Tagesordnungspunkt in der Agenda der letzten Gemeinderatssitzung angekündigt. Es ging aber um mehr, nämlich um den Hochwasserschutz im und vom Albtal. Ein Blick zurück in der Geschichte soll helfen, den seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt zwischen den Hochwasserbetroffenen (Unterliegern) und den Leidtragenden (Oberliegern), die für die vorgesehenen Maßnahmen ihre Naturflächen im landschafts- und naturgeschützten Albtal zur Verfügung stellen sollen, besser zu verstehen.
Schon in den 70er-Jahren des vergangen Jahrhunderts kam es zu gravierenden Überschwemmungen durch Starkniederschläge, insbesondere in Ettlingen (84 m³/s, Durchfluss Pegel Ettlingen). Bereits damals wurde von den Wasserschutzbehörden ein Dammprojekt im Albtal als Lösung des Problems angesehen. Der damalige Waldbronner Bürgermeister Alfred Ohl hat sich massiv dagegen gewandt, und als Alternative kleinere Stauwehre in den Albtal-Seitentälern gefordert. Partner dafür waren allerdings weder bei den „Oberlieger-Gemeinden“ noch bei den Wasserschutzbehörden zu finden. So kam es, dass als politisch durchsetzbare Maßnahmen die Planung und der Ausbau von mehreren Rückhalteräume als Überflutungsflächen in Angriff genommen wurden. In Ettlingen waren dies der Seegraben und das Horberloch an der Autobahn, und auf Karlsruher Gemarkung der Weiherwald und der Oberwald. Für die damals berechnete Hochwassermarke eines hundertjährigen Hochwassers (HQ-100) lag bei 71 m³/s. Dafür waren diese Maßnahmen ausreichend. Die zunehmend häufiger auftretenden Starkniederschläge in den 80er- und 90er-Jahren führten dazu, das HQ-100 auf dann 92m³/s neu berechnet wurde. Bereits 1998 und auch 2002 wurde diese Marke durch Überflutungen mit über 100 m³/s bereits deutlich überschritten. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass erneut ein Dammbauwerk im Albtal als Hochwasserschutzmaßnahme für die „Unterlieger“ wieder ins Gespräch kam. Alternativ wurden verschiednen Ableitungsvarianten des Albhochwassers untersucht: Hochwassertunnel durch den Wattkopf, Überleitung in die Pfinz, Überleitung in den Malscher Landgraben, Überleitung zur Fritschlach und Ausbau der Alb in Karlsruhe. Dies hat sich allerdings als nicht zielführend erwiesen. In einem daran anschließenden Konsensverfahren bis einschließlich 2015, auf Basis der neu berechneten HG-100, incl. Klimazuschlag, von 111 m³/s, wurde insgesamt 24 Varianten für Hochwasserschutzmaßnahmen untersucht . Als Vorzugsvariante wurde die uns jetzt auch im Gemeinderat erneut von den Vertretern der Stadt Ettlingen und den Planer vorgestellte Variante 4 „HRB Spinnerei groß“ ausgewählt und detaillierter weiter verfolgt.
Verwunderung, und auch eine gewisse Verärgerung war im Gemeinderad zu spüren, dass es gegenüber den Vorstellungen in den Jahren 2015, 2018 und 2019 „nichts Neues“ gibt. Insbesondere dass die immer wieder vorgetragene, und für viele plausible Alternative kleinerer Bauwerke in den Albtal-Seitentälern nicht ernsthaft weiter verfolgt wurde, stieß auf Unverständnis. Und hier schließt sich der Kreis mit den damaligen Überlegungen von Alfred Ohl in den 80er-Jahren. Auch der Hinweis der Planer, dass alle hydrologischen und auch vor allem ökologische Untersuchungen im Ergebnis gegen die Lösung „Albtal-Seitentäler“ sprechen, konnte das Unverständnis unter den GemeinderätenInnen nicht ausräumen.
Im Rahmen des nun beginnenden Planfeststellungsverfahrens wird die Gemeinde Waldbronn beteiligt. Eine wesentliche Einflussnahme auf die Änderungen bei der ins Planfeststellungsverfahren gebrachten Vorzugsvariante 4 „HRG Spinnerei groß“ ist allerdings als nicht realistisch einzustufen. Die Einflussnahme wird bei „kosmetischen Korrekturen“ am Dammbauwerk bleiben. Eine Teilnahme der Gemeinde an den Gesprächen im zugesagten Projektbegleitkreis ist dringend geboten.
Sicherlich werden wir uns mit diesem Thema in den nächsten Jahren noch intensiv auseinandersetzen müssen. Dabei wird sicherlich, wie seit 1980 geschehen, noch „viel Wasser die Alb hinab ließen“.

Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender


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