03.12.2015
Albtherme erstmals mit positivem Ergebnis + Beschluss zur Flüchtlingsunterkunft

Albtherme erstmals mit positivem Ergebnis

Eigentlich ist der jährlich wiederkehrende Tagesordnungspunkt des Beteiligungsberichtes der Gemeinde nur eine Fußnote im Sitzungsgeschehen des Gemeinderates. In diesem Jahr war es dann doch etwas anders. Erstmals wurde beim Bericht zur Kurverwaltung, der 100%igen Tochter der Gemeinde, vom Kämmerer Philippe Thomann herausgestellt, dass bei der Albtherme, als Teilbereich dieser Gesellschaft, im Jahr 2014 ein positives operatives Ergebnis geschrieben hat. Das Rechnungsjahr wurde mit einem Überschuss von 44.000 Euro abgeschlossen. Kontinuierlich konnten die jährlichen Verluste zurückgefahren werden. Zuletzt wurde das Jahr 2013 mit einem Minus von 134.000 Euro abgeschlossen. Auf diese Entwicklung und die dafür zugrunde liegenden Entscheidungen der letzten Jahre hat unser Gemeinderatskollege Joachim Lauterbach nochmals hingewiesen. Dass die Kurverwaltung in ihrer Gesamtheit nach wie vor nicht ohne Zuschüsse aus dem kommunalen Haushalt auskomme, sei aber auch wahr. Immerhin betreibe sie im Auftrag der Gemeinde mehrere kommunale Einrichtungen, so Lauterbach. Mit dem Ergebnis insgesamt und der Entwicklung der letzten Jahre könne man aber sehr zufrieden sein.


Beschluss zur Flüchtlingsunterkunft

Die Empfehlung des AUT, aufgrund der enormen aufgetretenen Kostensteigerung von der ursprünglichen Planung eines 3-flügligen Baukörpers für die Flüchtlingsunterkunft in der Bahnhofstraße abzuweichen, und dafür den um 274.000 € günstigere 1-flügligen Baukörper zu errichten, hat der Gemeinderat einstimmig zugestimmt. U.a. würden nun erhebliche Mehrkosten durch Bodenaustausch und Geländeauffüllungen entstehen, so die Aussage der Gemeindeverwaltung. Erst durch das inzwischen vorliegende Bodengutachten habe man darüber Aufschluss bekommen. Von der CDU-Fraktion wurde allerdings beanstandet, dass auf das Risiko der schwierigen Beschaffung des Untergrundes frühzeitig hingewiesen wurde, ohne darauf ernsthaft einzugehen. Sei´s drum! Die Variante 1 mit einem 1-flügligen und eingeschossigen Baukörper mit Gesamtbaukosten von immerhin noch 1.035.000 € wird nun realisiert. Dieser Kostenblock wird uns bei der angespannten Haushaltslage in 2016 trotzdem in erheblichem Maße belasten, zumal die allgemein von der Landesregierung zugesagte „Spitzabrechnug“ für die Unterbringung von Flüchtlingen im Ergebnis noch nicht abgeschätzt werden kann.
Die bauliche Ausstattung und die räumlichen Vorgaben für die Unterbringung von bis zu 30 Personen werden bei der gewählten Variante 1 unverändert beibehalten.

CDU-Gemeinderatsfraktion Waldbronn

Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender

© CDU Waldbronn