05.10.2018
Straßengestaltung Rück II und Talstraße wurde vorgestellt

In einem Paket wurden dem Gemeinderat die Vorschläge der Planungsbüros zur Gestaltung der Straßenprofile der Anliegerstraßen im Baugebiet „Rück II“ und auch der geplanten und notwendigen Umgestaltung der Talstraße-Ost, von der heutigen Fußgängerquerung bis zum geplanten Kreisel in der Stuttgarter Straße, vorgestellt. Da die Planungsunterlagen den Gemeinderäte vorab nicht zur Verfügung standen, war es nachvollziehbar, dass nicht, wie von der Gemeindeverwaltung geplant, die Planung sogleich beschlossen wurde, sondern dass im Gremium nach diesen erstmaligen Informationen noch ein weiterer Diskussionsbedarf bestand. Es wurde deshalb, auf unseren Antrag hin, die Diskussion zu den Planungsdetails und die endgültige Beschlussfassung in den AUT verwiesen. Da es sich dabei um die endgültige Gestaltung für ein komplett neues Baugebiet handelt, schien uns diese Vorgehen und sich daraus ergebende Zeitverzögerung von 14 Tagen als gerechtfertigt.

Wir halten es für richtig, dass man die bewährten Elemente der Straßenraumgestaltung vom „Rück I“ in der Planung für den Rück II weiterführt. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf die notwendigen beidseitigen Fußgängerwege bei den Erschließungsstraßen gelegt werden Dies ist beim „Rück I“ nicht gut gelöst. Für die Weiterführung des „St.-Gervais-Rings“ in das neue Baugebiet werden die bereits vorhandenen Anschlussstellen vom „Rück I“ genutzt. Zu begrüßen ist auch die Weiterführung der Ost-West-Fußverbindung, die heute mit dem „Waldbronner Weg“ nördlich des Seniorenhauses bereits ausgebaut ist. So ist eine kurze fußläufige Verbindung ins Ortszentrum beim Rathausmarkt gewährleistet. Im „Rück II“ wird dieser Verbindungsweg als „Quartierachse“ aufgeweitet und soll mit gestalterischen Elementen und Sitzgelegenheiten zu einem Quartierstreff, insbesondere im Bereich des geplanten „Seniorenprojektes“, ausgebildet werden. Ob allerdings, wie von den Planern vorgeschlagen, der Fahrbahnbelag innerhalb dieser Quartierachse in Pflaster ausgeführt werden soll, ist noch zu überdenken. Nicht nur aus Kostengründen, sondern auch wegen der zu erwartenden erhöhten Abrollgeräusche der Fahrzeuge, würden wir uns eher für die gleiche Ausführung der Fahrbahn, wie in den Anlieger- und Erschließungsstraßen vorstellen, nämlich in Asphalt. Zur gestalterischen Absetzung der Fußwege und Sitzplatzflächen hingegen wäre durchaus, wie geplant, Pflaster zu verwenden.

Bei der geplanten Umgestaltung der Talstraße ist auf der gesamten Länge der Ausbaustrecke nur eine zusätzliche Fußgängerquerung mit Fahrbahnteilung vorgesehen. Dies scheint uns, bei dem zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommen nach Realisierung der Aldi-Erweiterung, zu wenig. Auch die generelle Fahrbahnverengung der Talstraße wird von uns kritisch gesehen. Das genaue Ausmaß der Verengung gegenüber der heutigen Situation konnte uns vom Planer auf Nachfrage leider nicht beantwortet werden. Die heute möglichen Längsparker auf der Fahrbahn bei Veranstaltungen in der Festhalle oder dem Stadion würden dann ja alle wegfallen. Auch gibt es keine begleitenden Radwege, so dass die Radfahrer sich ebenfalls auf der Fahrbahn befinden werden. Wir drängen darauf, dass die zu erwartende Verkehrssituation der Talstraße-Ost nach der Realisierung der Aldi-Erweiterung mit einem zusätzlichen Einkaufsmarkt und den zusätzlichen Wohnungen umfassend in die jetzige Planung mit einbezogen wird. Auch deshalb konnten wir einer schnellen Entscheidung bei der letzten GR-Sitzung nicht zustimmen, und haben die weitere Diskussion dieser Punkte in die nächste Sitzung des AUT verwiesen. 


Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender

© CDU Waldbronn