26.10.2018
Fortschreibung des Leitbildes ist angesagt

- Wo stehen wir heute? -

Wie hilfreich das vorhandene Leitbild sein kann, haben wir im Rahmen der Haushaltskonsolidierung erfahren. Es wurde von den externen Beratern als sehr positiv bewertet, und als „roter Faden“ für den HSK-Prozess genutzt. Bei der Verabschiedung des Leitbildes im Jahr 2016 wurde die Bildung eine Steuerungsgruppe festgelegt. Diese Gruppe tagt nun seither in regelmäßigen Abständen ca. 2 x im Jahr. Die Zusammensetzung aus je einem Sprecher der 6 Leitbildgruppen, je einem Vertreter der einzelnen Gemeinderatsfraktionen und Vertretern der Gemeindeverwaltung unter der Leitung des Bürgermeisters hat sich bisher bewährt. Dass die personelle Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung, wie sie von Anfang an von uns gefordert wurde, dauerhaft erforderlich sein wird, hat sich in besonderer Weise bei der zurückliegenden turnusmäßigen Sitzung gezeigt. Zu Beginn des Leitbildprozesses nahmen wir externe Unterstützung in Anspruch. Dies hat sich aber inzwischen als nicht mehr erforderlich gezeigt. Nicht nur wegen der dafür aufgewendeten Kosten, sondern auch aus der Erfahrung, dass zum regelmäßigen Abgleich der Leitbildziele mit dem konkreten Handeln von Gemeindeverwaltung und Gemeinderat eine gute Kenntnis der internen Abläufe und Entscheidungen erforderlich ist. Dies könnte eine externe Unterstützung nur noch mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand leisten. Im Gegensatz dazu muss allerdings die Gemeindeverwaltung diese Koordinationsleistung nun erbringen. Durch wiederholte Personalwechsel bei der Betreuung der Leitbildgruppen durch das Hauptamt in den zurückliegenden über 2 Jahren ist diese Unterstützung noch nicht ins regelmäßige Tagesgeschäft übernommen worden. Der neue Hauptamtsleiter Reinhold Bayer hat diese verstärkte Unterstützung in der zurückliegenden Sitzung ebenfalls als notwendig erachtet. So wurde z.B. der Steuerungsgruppe zwar die Liste der vom Gemeinderat in einer Strategieklausur erarbeiteten prioritären Ziele für die nächsten Jahre vorgelegt. Warum und weshalb es durch den Gemeinderat zu diesen Festlegungen kam, wurde aber für den Sitzungsteilnehmer aus unserer Sicht nicht ausreichend erklärt. So blieb es lediglich bei der Kenntnisnahme. Ein ungutes Gefühl blieb zurück!

Was aber wäre für uns Gemeinderäte wichtig? Der permanente Abgleich der anstehenden Gemeinderatsentscheidung mit den im Leitbild gesteckten Leitsätzen und Zielen müsste stattfindet. Dort wo es Gegensätze gibt, müssen diese von der Gemeindeverwaltung heraus gearbeitet und für die Sitzungen der Steuerungsgruppe vorbereitet werden

Gleichermaßen wäre es notwendig, dass auch die Leitbildgruppen ihre interne Diskussion wieder aufnehmen. Die im Gemeinderat stattfindenden Diskussionen und auch gefällten Entscheidung müssten innerhalb den Leitbildgruppen reflektiert und über ihre Sprecher in die Steuerungsgruppe eingebracht werden.

Über den notwendigen Prozess der Fortschreibung des Leitbildes muss im Gemeinderat nochmals diskutiert und auch entschieden werden. Nur so ist es möglich, den Leitbildprozess dauerhaft weiter zu entwickeln und das Leitbild auch an den kommunalen Prozess anzupassen.

Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender

© CDU Waldbronn