08.11.2018
Natur- und Waldkindergarten wird kommen - Bürgerstiftung wurde vorgestellt

Die von uns angeregte Umfrage bei den Eltern, ob sie denn das Angebot eines Natur- und Waldkindergartens für Ihre Kinder annehmen würden liegt nun vor. Wenn auch die Rückmeldung von lediglich 88 Eltern bei 275 angeschriebenen etwas dürftig war, so ist die Grundlage mit 41 gemeldeten Interessenten für die weiteren Überlegungen geschaffen. Wir haben angeregt, die grundsätzliche Planung, wie von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, für 2 Gruppen / 40 Plätze vorzunehmen. In einem ersten Schritt sollte allerdings nur 1 Gruppe eingerichtet werden, um den tatsächlichen Zuspruch der Eltern in Erfahrung zu bringen und auch die notwendige Erfahrung für diese neue Betreuungsform zu bekommen. Den vorgeschlagenen Standort beim ehemaligen MSC-Platz am Waldrand sehen wir eher kritisch. Für den Hol- und Bringdienst der Eltern, der aus Erfahrung überwiegend mit einem PKW stattfinden wird, muss dabei der Waldrandweg benutzt werden. Dieser wird aber geraden in diesen Zeiten sehr stark von den Rad fahrenden Schülern zum Schulzentrum Karlsbad benutzt. Probleme mit der Verkehrssicherheit sind dabei vorprogrammiert. Da als möglicher Betreiber auch der heutige Betreiber der Kita-Waldschatz bei der Albert-Schweitzer-Schule in Frage kommt, wäre eine ortsnaher Standort bei der Kita-Waldschatz aus unserer Sicht von Vorteil. Synergien könnten genutzt werden, und dort gibt es auch das notwendige kommunale Gelände. Die entsprechende detaillierte Ausarbeitung der Standortalternativen und auch der zu erwartenden Investitions- und Betriebskosten durch die Gemeindeverwaltung erwarten wir für die weitere Beratung in den Gremien.

Bürgerstiftung wurde vorgestellt

In den Umlandgemeinden gibt es bereits einige gute Beispiele für das positive Wirken von Bürgerstiftungen. Grund genug, darüber ernsthaft nachzudenken, ob nicht auch in Waldbronn eine Bürgerstiftung möglich wäre. Der erste Schritt dazu wurde in der zurückliegenden Gemeinderatssitzung gemacht. Unser Mitbürger und Wirtschaftsprüfer Klaus Kaiser erläuterte in einem gut verständlichen Vortrag das Wesen von Stiftungen generell und einer Bürgerstiftung im Besonderen. Auch für Waldbronn mit seinen bekannten finanziellen Engpässen wäre es besonders hilfreich, wenn sich Bürger und Unternehmen finanzielle in eine Bürgerstiftung einbringen könnten. Damit gäbe es mittel- und langfristige Möglichkeiten, soziale oder kulturelle Einrichtungen in Waldbronn zu fördern oder gar zu betreiben. Es könnten damit auch Vorhaben umgesetzt werden, welche die Gemeinde aus eigenen Mitteln nicht mehr bestreiten kann. Das dafür allerdings vorab notwendige Ansammeln von Stiftungskapital und Spenden wird eine herausfordernde Aufgabe für einen noch zu gründenden Stiftungsrat sein. Dem Gemeinderat, so Klaus Kaiser auf Nachfrage, wird dabei lediglich die Rolle des „Geburtshelfers“ zufallen. Eine fachanwaltschaftliche Begleitung von Anfang an hält er für sehr wichtig. Auf unseren Antrag hin, wird die weitere Beratung im Verwaltungsausschuss erfolgen. Die CDU-Fraktion unterstützt diese Initiative ausdrücklich, und wünscht sich das weitere Vorgehen in einem transparenten Diskussionsprozess.

Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender

© CDU Waldbronn