20.11.2020
CDU Gemeinderatsfraktion Waldbronn

Waldzustand macht uns Sorgen
Einen umfassenden, aber auch nachdenklichen Bericht gab unser langjährig für den Waldbronner Wald  zuständige Förster Josef Mayer in der letzten Sitzung des Umweltbeirates ab. Anschaulich und mit vielen Bildern hinterlegt, wies er auf den teilweise sehr kritischen Zustand unseres Waldes hin. Besonders dem Altbuchenbestand mache der Klimawandel zu schaffen. War doch die Buche in der Vergangenheit überwiegend dafür verantwortlich, dass der finanzielle Ertrag durch den Holzverkauf jährlich zu einem leichten Plus geführt hat. Dies werde, so Mayer, in den kommenden Jahren nicht mehr möglich sein. Zum einen sind die Buchen stark geschädigt und die Fichten stark vom Borkenkäfer befallen, was zu ungeplanten Holzeinschlägen mit geringem finanziellen Erlös führt. Zum anderen werden immer mehr Pflegemaßnahmen erforderlich, zum Beispiel zur Bekämpfung invasiver Pflanzen, wie dem Riesen-Bärenklau. Dafür müssen die Mittel vom Gemeinderat bereitgestellt werden, so seine Forderung. Neben dieser doch sehr nachdenklich formulierten Analyse unseres Waldbronner Waldes hatte er auch gute Nachrichten zu vermelden. Er führte dabei die Erfolge an, welche bei der Waldbewirtschaftung durch die kontinuierlich erfolgte Naturverjüngung und auch der regelmäßigen Durchforstung zu verzeichnen sind. Weitere Themen wurden von Cora Strack vom Umweltamt vorgestellt: problematische Bewirtschaftung der Streuobstwiesen, Mäh- und Pflegekonzepte für den Kurpark und Eiben auf den Spielplätzen.

Schadensklasse für unsere Straßen

Mit dem neuen kommunalen Haushaltsrecht haben die sogenannte „Schlüsselprodukte“ Einzug gehalten. Diese hat der Gemeinderat festzulegen. Mit Hilfe von Kennzahlen kann deren Zielerreichung verfolgt werden. Nachdem wir vor einigen Monaten bereits beim Schlüsselprodukt „Kinderbetreuung“ die Kennzahlen festgelegt hatten, wurden nun dem AUT die Kennzahl für die „kommunalen Straßen und Verkehrswege“ vorgestellt. Diese Kennzahl wird nach einem festgelegten Berechnungsverfahren (Zustand von Straßenoberfläche und Kanal) ermittelt. Dem liegt ein Bild-Auswerte-System für die Straßenoberfläche und die Befahrungsergebnisse des Kanalsystems zugrunde. Damit werden in Zukunft alle Ortstraßen eingestuft, und man erhält eine auf Fakten basierte Prioritätenliste. Dies stellt für den Gemeinderat eine Erleichterung dar. Wir können dann im Rahmen der Haushaltsplanung die notwendigsten Investitionen für Straßensanierungen besser einzuschätzen.

Neue Bauvorschrift für Bebauungsplan „Reichenbach Nord“
Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum stand bereits 2003 auf der Agenda des Gemeinderates. Besonders im Baugebiet „Reichenbach Nord“ war dies durch die Festschreibung der geringen zulässigen Dachneigung und dem Verbot von Kniestöcken nahezu unmöglich. Leider wurde nach erfolgter Offenlage damals die angedachte Bebauungsplanänderung nicht weiter verfolgt. Dies hat die Gemeindeverwaltung nun aufgegriffen und dem AUT ein vereinfachtes Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes vorgestellt. Die Empfehlung an den Gemeinderat, dem zu folgen erfolgte einstimmig.

Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender

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