19.05.2014
Interkommunale Zusammenarbeit trägt Früchte

Als die CDU-Gemeinderatsfraktion im Juli 2011 den Antrag auf Einrichtung eines ständigen Ausschusses für die interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Karlsbad im Gemeinderat eingebracht hat, hatten wir uns, auch unter dem finanziellen Druck von damals, sicherlich schnelle und große Fortschritte versprochen.
Aber wie es in der großen Politik beobachtet wir, ergibt sich der langfristig große Schritt aus dem hintereinander reihen von vielen kleinen Schritte.
So ist dies auch bei unserem Vorhaben der interkommunalen Zusammenarbeit zu beobachten. Anfänge sind seit einigen Jahren bei der VHS gemacht. Wenn auch bisher nur das erschienene gemeinsame Programmheft davon zeugt. Etwas mehr an Kooperation wäre uns in diesem Punkt schon recht.
Veränderungsprozesse in den existierenden gleichartigen Verwaltungs- und Dienstleistungsstrukturen beider Gemeinden scheinen dagegen eher noch schwer vorstellbar und in weiter Ferne. Leider!
Also gehen wir das Thema eher von der praktischen Seite an:
Themen, die ohnehin auf die Agenda des Gemeinderates kamen, wurden dann auch mit dem interkommunalen Blick betrachtet.
Der kürzlich in beiden Gemeinderäten erfolgte Beschluss zum Abschluss einer interkommunalen Vereinbarung zur Trägerschaft der Gemeinschaftsschule Karlsbad/Waldbronn ist ein gutes Beispiel dafür.
In Absprache mit Karlsbad wird sich dort in Zukunft die Schullandschaft bei den weiterführenden Schulen richtigerweise weiter entwickeln. Dort ist heute schon die größte Anzahl unserer Waldbronner Schüler eingeschult und auch die umfassende Kompetenz bei den Schulleitungen und dem Schulträger, der Gemeinde Karlsbad vorhanden. Der Schülerzubringerverkehr ist vorhanden und gut organisiert.
Dem gegenüber wird sich Waldbronn der Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich annehmen. Die Eltern werden dazu noch befragt, welche Schulmodelle bei der Grundschule in Zukunft angeboten werden sollen. Wir gehen von einem Parallelbetrieb von herkömmlicher und Ganztagsgrundschule aus. Über die Standorte hierzu ist noch zu beraten.
Einen weiteren Schritt ist man bei der Ausweitung des Trägervereins Jugendtreff Waldbronn e.V. zum Trägerverein für Jugendarbeit Karlsbad/Waldbronn e.V. in der vergangenen Woche gegangen. Es wird damit beabsichtigt, den Betrieb des im Bau befindlichen Jugendhauses in Karlsbad-Langensteinbach ebenso zu übernehmen, wie dies seit über 25 Jahren in Waldbronn mit dem Jugendtreff erfolgreich der Fall ist. Der Beschluss über einen entsprechenden Nutzungsvertrag zwischen dem Trägerverein und der Gemeinde Karlsbad ist bereits gefasst. Die Unterschriften dürften in Kürze erfolgen.
Wir sind zuversichtlich, dass dies nicht der letzte interkommunale Schritt ist, weitere werden folgen.

Text: Roland Bächlein, Geschäftsführer der CDU Gemeinderatsfraktion

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