30.03.2015
Bedarf an Betreuungsplätzen und Kita-Bau

Wieder einmal war die Kinderbetreuung ein Thema im Rat. Zur Entwicklung des Betreuungsbedarfs der Kinder zwischen 0 und 6 Jahren hat die Gemeindeverwaltung vereinbarungsgemäß die aktualisierten Zahlen gut aufbereitet vorgelegt.
Soweit vorab: neue Erkenntnisse gab es nicht.
Die Kinderzahlen, und somit der Bereitstellungsbedarf an erforderlichen Betreuungsplätzen, bleiben für die nächsten Jahre stabil auf dem derzeitigen Niveau. Trotz der inzwischen in Betrieb befindlichen zusätzlichen Gruppen (2 x U3 im Waldring und 2 x Ü3 an der Anne-Frank-Schule) ist ein erweiterter Bedarf von ca. 30 Plätzen bei der U3-Betreuung und von ca. 20 Plätzen bei der Ü3-Betreuung nachgewiesen. Inwieweit Eltern, die ihre Kinder derzeit in Kitas, außerhalb von Waldbronn untergebracht haben, diese bei noch zu schaffenden Plätzen in Waldbronner Kitas dann ummelden, ist allerdings schwer abzuschätzen. Handelt es sich doch bei den genutzten Plätzen außerhalb Waldbronns überwiegend um spezielle Betreuungsformen (Waldorfkindergarten) oder um Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Unterbringung der Kinder.
 
Die Erfordernis des Neubaus einer Kita an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) war durch die präsentierten Zahlen damit nachgewiesen. Dieses Projekt kam allerdings in den letzten Wochen erheblich ins Stocken. Für uns etwas unverständlich war, dass bei der ursprünglichen Bewilligung des Gemeinderates für den Bau und Betrieb einer Kita an der ASS seitens der der Verwaltung unter erheblichem Zeitdruck dem Rat damals die notwendigen Entscheidungen abverlangt wurden. Eine in privater Partnerschaft finanzierte und betriebene Kita war damals seitens der Verwaltung die „Lösung aller Probleme“. Dies ist nun alles Makulatur. Eine Kita, gebaut von der Gemeinde, und eine Inbetriebnahme, die sich um ein Jahr verzögert, wurden nun als die bessere Lösung vorgetragen. Dass fehlende Abstimmungsprozesse zwischen Planungsbüro und privatem Investor das Projekt scheitern ließen, ist zwar bedauerlich, es muss aber hinterfragt werden, warum man dies seitens der Gemeindeverwaltung erst nach den vielen Planungsmonaten, die inzwischen verstrichen waren, erkannt hat. Zur vom Bürgermeister bemängelten schlechten Kommunikation zwischen Planer und Investor, muss sich an dieser Stelle auch bei der Gemeindeverwaltung zu ihrer Rolle dabei kritisch hinterfragen lassen.
Die Auswahl war nun zwischen den Entwürfen und Kostenschätzungen zweier Architekturbüros zu fällen. Mit großer Mehrheit entschied sich nun der Gemeinderat nach der Vorstellung der neuen Entwürfe, mit dem Architekturbüro PIA die Planung weiter zu betreiben. Der Wir werden jetzt aufgefordert sein, die Einhaltung des aufgezeigten Kostenrahmens von nunmehr 2,7 Mio€ genau zu überwachen. Bei den Kosten ist der erforderliche Umbau der Tulpenstraße und die gesamtheitliche Gestaltung der Außenfläche von Kiga St. Elisabeth, Hort und der ASS noch nicht berücksichtigt.

CDU-Gemeinderatsfraktion Waldbronn
Roland Bächlein, Fraktionsvorsitzender

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